Mitgliederversammlung
Harmonische Stimmung bei der UWG
Wählergemeinschaft treibt Stadtentwicklung weiter voran
Dingolfing (St) Die Unabhängige Wählergemeinschaft Dingolfing (UWG) erlebte eine durchwegs harmonische Jahresversammlung seiner Mitglieder. Dabei horchten die Besucher im Gasthaus „Um´s Eck“ gespannt den Berichten der Stadträte aus den Ausschüssen sowie Bürgermeister Armin Grassinger bei dessen Ausführungen.
Die 1. Vorsitzende Maria Huber eröffnete die Versammlung und begrüßte herzlich alle Mitglieder sowie Gäste. Besonders erfreut war sie über die Anwesenheit des langjährigen UWG-Vorstands Franz Bubenhofer. Ebenso begrüßte sie den ersten Bürgermeister Armin Grassinger, die Stadtratsmitglieder und die gesamte Vorstandschaft. Nach der Begrüßung gedachte die Versammlung ihrer verstorbenen Mitglieder. Anschließend führte Huber über die Tätigkeit der Vorstandschaft aus. Neben dem allseits beliebten UWG-Fest war der Vereinsausflug in die Partnerstadt Enns ein absolutes Highlight.
Anschließend leisteten die Stadträte Bericht über ihre Tätigkeit in den einzelnen Ausschüssen. Alle betonten die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, Bürgermeister und der UWG-Fraktion. Durch viele gemeinsame Gespräche konnte man zielführende Ergebnisse für die Stadtbevölkerung erzielen.
Herbert Kreißl gab einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten des Bauausschusses. Er berichtete über abgeschlossene Projekte wie das neue Feuerwehrgerätehaus in Frauenbiburg und die Aufstockung der St. Josef Grundschule. Zudem informierte er über geplante Vorhaben wie den Bau eines neuen Heizwerkes und die Realisierung einer Pump Track Anlage für die Dingolfinger Jugend in der Nähe des Mehrgenerationenparks.
Manfred Jomrich präsentierte detailliert die Ergebnisse des Finanz- und Personalausschusses. Er betonte die Bedeutung der haushalterischen Planung und informierte über die Genehmigung des Haushaltsplans bis zum Jahr 2027. Besondere Erwähnung fand die Rolle der Stadt bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Baugenossenschaft.
Maria Huber gab einen ausführlichen Einblick in die Arbeit des Haupt-, Kultur- und Sportausschusses sowie des Verkehrs-, Umwelt- und Klimaschutzausschusses. Die Haupt-, Kultur- und Sportausschüsse nahmen die Vereinsförderungen der Stadt Dingolfing einen großen Anteil der Tagesordnungspunkte ein. Außerdem wurden drei Kunstrasenplätze für Fußballvereine genehmigt und sind nun in Betrieb. Die Stadt ehrte im Rahmen der Sportlerehrung insgesamt 86 Sportler für ihre Leistungen. Für städtische Kindergärten wurde das Anmeldesystem "little bird" eingeführt, um die Modalitäten zu erleichtern.
Die Erweiterung der Aussegnungshalle konnte abgeschlossen werden, um dem rückläufigen Trend bei kirchlichen Bestattungen gerecht zu werden. Die Freischankflächen an der alten Isarbrücke ("Isarstrand") und am Speisemarkt wurden gut angenommen und werden auch in diesem Jahr von denselben Betreibern wieder angeboten.
Huber berichtete über die Planung und Umsetzung verschiedener Maßnahmen des Ausschusses für Verkehr, Umwelt und Klimaschutz, darunter den Ausbau des Glasfasernetzes, die Umgestaltung von Straßen und die Neugestaltung der Bahnhofstraße. Auch die erfolgreiche Einführung neuer Stadtbusse mit erweiterten Linienführungen und die Renaturierung des Schermauer Grabens wurden thematisiert.
Bürgermeister Armin Grassinger sprach ausführlich über die aktuellen globalen und bundespolitischen Herausforderungen, denen sich auch die Stadt Dingolfing gegenübersieht. Er ging auf die Auswirkungen der Corona-Krise ein, den Fachkräftemangel, die geopolitische Lage sowie die steigenden Energiepreise. Grassinger informierte über die Maßnahmen und Projekte der Stadt, darunter die Förderung der Digitalisierung, die umfangreiche Sanierung des Caprimas und dessen Angebot. Zwei Wärmekraftwerke werden errichtet. Eines dient der Versorgung der Stadtgebiete links der Isar. Das andere wird gemeinsam mit der Firma BMW errichtet. Besonders betonte er die Bedeutung von Nachhaltigkeit und betriebswirtschaftlichen Aspekten bei städtischen Projekten. Grassinger hob hervor, dass die Stadt Dingolfing mit einer Haushaltsgröße von 229 Millionen Euro eine antizyklische Haushaltspolitik betreibt und sich für die Zukunft gut aufstellt. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Dingolfing sowie bei der Vorstandschaft der UWG für die konstruktive Zusammenarbeit. Grassinger betonte, dass er als Bürgermeister stets die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Blick hat und gemeinsam mit den anderen Fraktionen im Stadtrat daran arbeitet, Dingolfing weiterzuentwickeln und zu stärken. Dies untermauerte der Bürgermeister an mehreren Beispielen. Unter anderem wird die Stadt Dingolfing die Hebesätze für die Grundsteuer im Sinne der Bürger gestalten. Man wolle die Reform nicht nutzen, um als Stadt einen Gewinn daraus zu ziehen. Im Gegensatz dazu will die Stadt keine Mehrbelastung für die Bürger. Ebenso unterstützt die Stadt Dingolfing die Erweiterung des Krankenhauses. Hier geht es darum, den Standort zu sichern und den Dingolfingern weiterhin eine wohnortnahe Krankenhausversorgung zu ermöglichen.
Der Bürgermeister initiierte für Bürger ab dem 70. Lebensjahr die Möglichkeit, den Führerschein abzugeben und gegen ein lebenslanges Busticket umzutauschen.
Der Kassenwart Rudi Lendle gab einen präzisen Überblick über die Finanzen. Kassenprüfer Karl-Heinz Herrmann trug den Revisionsbericht vor, und die Mitgliederversammlung stimmte der Entlastung zu.
Abschließend wurden die Anliegen der Mitglieder von den Stadtvertretern aufgenommen und diskutiert, wodurch die Zusammenarbeit und das Engagement innerhalb der UWG Dingolfing weiter gestärkt wurden. Wie zu Beginn endete die Veranstaltung harmonisch und voller Zuversicht für die künftigen Aufgaben.




