Wohnungsangebot und Wohnungsmarkt in Dingolfing
Die starke Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt Dingolfing hat inzwischen zu teilweise grenzwertigen Reaktionen geführt, wenn festgestellt werden muss, dass einzelne Gebäude derart überbelegt werden, dass von normalen Wohnverhältnissen oftmals nicht mehr gesprochen werden kann. Nach Auffassung der UWG besteht ein dringender Bedarf an neuem Wohnraum.
Die Kandidaten und Kandidatinnen der UWG nahmen dies zum Anlass für eine weitere Informationsveranstaltung, bei der die amtierenden Stadt- und Kreisräte zum Sachstand referierten.
Die Entwicklung am Wohnungsmarkt sei – so Bauausschussmitglied Herbert Kreissl sen. - gegenwärtig insgesamt schwer einzuschätzen. Die Nachfrage sei in jedem Fall dadurch bedingt, wie sich die konjunkturelle Lage künftig entwickeln werde, da viele der betroffenen Mieter in Zeitarbeitsverhältnissen beschäftigt sind. Die Zeit, in der die Baugenossenschaft Leerstände in einer Größenordnung von über 20 Wohnungen zu beklagen hatte, liege erst 2 Jahre zurück. Angesichts des jetzt bestehenden Bedarfs solle daher die Schaffung von neuem Wohnraum durchaus verfolgt, aber mit dem entsprechenden Augenmaß betrieben werden.
Stadträtin Maria Huber brachte eine allgemein vorherrschende Grundstimmung, was kommunale Wohnungspolitik in Bayern angeht, zum Ausdruck: "Enttäuschend für alle Betroffenen war die Entscheidung von Landesbank und Freistaat, den Aktienbestand der Landesbank an der GBW an einen Privatinvestor zu veräußern." Maria Huber weiter: Auf Initiative von Bürgermeister Josef Pellkofer sei eigens ein Konsortium der betroffenen Städte gegründet worden für den Erwerb der zum Verkauf stehenden Anteile. Das Kaufangebot sei jedoch abschlägig beschieden worden, vorerst. Es gehe nun darum, weiterhin zu versuchen, die 519 Wohnungen, die zum Bestand der GBW zählten, für Dingolfing zu erwerben.
Es herrschte allgemeiner Konsens darüber, dass die UWG uneingeschränkt die städtischen Bemühungen unterstützt, im Rahmen der weiteren Verwertung der Immobilien durch die Verwertungsgesellschaft "Patrizia" für die 519 Dingolfinger Wohnungen und die über 1000 Mieterinnen und Mieter doch noch gesicherte Verhältnisse zu schaffen.