Mir san auf am guaten Weg. – Jahreshauptversammlung der UWG im Dingolfinger Hofbräuhaus
Einleitend zum Tätigkeitsbericht erklärte Franz Bubenhofer: "Wir sind kein Sportverein, haben aber Konkurrenz. Wir spielen in einer Liga, die nicht so spektakulär ist, weil es nicht um gewinnen oder verlieren geht, sondern darum, dass Entscheidungen getroffen werden müssen, in den Ausschüssen und im Plenum." In den Sitzungen werde daran gearbeitet, einen Konsens zur Beschlussfassung herzustellen auf der Grundlage des reichhaltigen und gut aufbereiteten Informationsmaterials, das die Verwaltung vor jeder Sitzung den Stadträten und Stadträtinnen zur Verfügung stellt. Dies erfordere jeweils eine entsprechende, gründliche Vorbereitung, eine Arbeit die mehr im Hintergrund, als in der Öffentlichkeit von statten geht. Bubenhofer lobte darüber hinaus die konstante Präsenz der UWG -Stadträte bei allen Veranstaltungen das ganze Jahr über, eine Tätigkeit der ebenso Bedeutung zukomme.
Der 1. Vorstand der UWG dankte allen Kolleginnen und Kollegen sowohl für ihr sachbezogenes als auch für ihr öffentlichkeitwirksames Engagement. "Nicht nur vor den Wahlen sind die UWG'ler präsent, in einer Stadt, in der man sich noch kennt, in dem man als Stadtrat angesprochen werden kann und auch angesprochen wird.", so Bubenhofer. Im Einzelnen schilderte Bubenhofer die Entwicklung in den Bereichen Baugebiete, Klima- und Energiemanagement, Technologiezentrum PULS, schnelles Internet und Neugestaltung Bahnhofsvorplatz. Stadtrat Armin Grassinger, der gemeinsam mit Stadträtin Maria Huber und Stadtrat Herbert Kreissl sen. die UWG im Bauauschuss vertritt, berichtete über jüngst im Bauausschuss behandelte Projekte. Stadtrat Manfred Jomrich, der gemeinsam mit Stadträtin Petra Fante und Stadtrat Franz Bubenhofer die UWG im Finanzauschuss vertritt, erläuterte die Aufgaben des Finanzauschusses und lud die Versammlungsteilnehmer ein, auch einmal bei einer Finanzausschusssitzung als Zuhörer teilzunehmen.
Nach Kassenbericht, Prüfungsbericht und einstimmig beschlossener Entlastung des Vorstandes folgte der Bericht aus dem Kreistag. Bürgermeister und Kreisrat Pellkofer begrüßte zunächst die "Stammgäste" und dankte für ihre Treue. Er betonte, man habe im vergangenen Jahr Vieles auf den Weg gebracht, Vieles verändert, Vieles zu Wege gebracht. "Mir san auf 'am guatn Weg. Wir haben die Chance, dass auch in Zukunft die Menschen sich in Dingolfing wohl fühlen und wir können die Voraussetzungen dafür schaffen." Pellkofer dankte den Stadtratskollegen für ihre Arbeit, die eben oft im Hintergrund, und nicht in der Öffentlichkeit geleistet werde. Es gehe nicht um Populismus, sondern um Sachentscheidungen, wenn im Haushalt allein 60 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen sind.
Die Stadt Dingolfing werde im neuen Landesentwicklungsplan als Oberzentrum eingestuft. Dies habe Auswirkungen im Rahmen überregional geltender Vorschriften u. a. auf den Einzelhandel, auf Pläne zur Schulentwicklung. Gemeinsame Bemühungen von Stadt und Landkreis hätten nun dazu geführt, dass ab dem nächsten Schuljahr eine Fachoberschule im Landkreis Dingolfing-Landau genehmigt worden ist. Pellkofer betonte an dieser Stelle ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis, die übrigens auch in vielen anderen gemeinsamen Verantwortungsbereichen und Projekten zu konstatieren sei, nicht zuletzt im Gesundheitswesen. Ein neues Krankenhaus-Strukturgesetz trete ab 2018 in Kraft. Es sei noch ungewiss, wie sich diese Gesetzesreform auf das Dingolfinger Krankenhaus auswirken wird. Allerdings bestünden gute Voraussetzungen, um dieser Reform gelassen entgegen sehen zu können.
Stadt- und Kreisrat Bubenhofer nahm sein Schlusswort zum Anlass, sich gegen die nicht enden wollenden Vorwürfe gegen die "reiche Stadt Dingolfing" zu verwahren. Es mache keinen Sinn, einer Stadt ihren Wohlstand zum Vorwurf zu machen, wenn man gleichzeitig über Umlagen an deren Wohlstand teilhabe. Zwei Drittel des Kreishaushaltes werde von der Stadt Dingolfing finanziert. In den nächsten 3 Jahren habe die Stadt Dingolfing an den Landkreis 200 Millionen Euro zu zahlen, davon würden 40 Millionen Euro an den Bezirk von Niederbayern abgeführt. Grundlage für den Erfolg der Stadt Dingolfing seien Geduld und Beharrlichkeit in Verwaltungsfragen, das Vermögen, zum rechten Zeitpunkt Kontakte zu knüpfen und zu nutzen, und die Projekte, wenn nötig, mit Vehemenz durchzusetzen. Dies sei so Franz Bubenhofer, ein besonderes Talent, das Bürgermeister und Kreisrat Josef Pellkofer, dem bei dieser Gelegenheit auch zur Wiederwahl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bayerischen Städtetages gratuliert werden dürfe, seit nunmehr vielen Jahren unter Beweis gestellt habe.