Jahreshauptversammlung 2019


Vor Kurzem fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Unabhängigen Wählergemeinschaft Dingolfing (UWG) im Gasthaus zum Lamm statt. 
Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Franz Bubenhofer, gedachten die sehr zahlreichen Anwesenden der in den letzten 30 Jahren verstorbenen UWG Mitgliedern. 
Im Rahmen seines Berichts als erster Vorstand bedankte sich Franz Bubenhofer bei den Fraktionskolleginnen und -kollegen für die konstruktive, gute Zusammenarbeit zum Wohl der Stadt Dingolfing.

Zahlreiche, von der Stadtverwaltung unter der Leitung des ersten Bürgermeisters Josef Pellkofer erarbeitete Projekte konnten im zurückliegenden Jahr in die Tat umgesetzt werden. Doch auch die Zusammenarbeit mit dem gesamten Stadtrat stellte Bubenhofer in den Vordergrund. Wichtig sei es, wenn man auch nicht immer der gleichen Meinung sei, sich von sachlichen Argumenten überzeugen zu lassen und zum Wohl der Stadt Dingolfing zu entscheiden. In kurzen Zügen ging er auch auf die zurückliegenden 30 Jahre der UWG in Dingolfing ein. Es erfülle ihn mit Freude und auch mit etwas Stolz dass die UWG in diesen 30 Jahren den ersten Bürgermeister Dingolfings stellt. Zudem konnte die Anzahl der im Stadtrat vertretenen Stadträte von Wahl zu Wahl kontinuierlich gesteigert werden. So gehören derzeit acht der 24 Stadträte der UWG an. Auch mit zwei Damen im Gremium stellt die UWG den höchsten Frauenanteil im Stadtrat. Dieses Ziel verfolge man auch im kommenden Jahr bei der Wahl mit dem neuen Bürgermeisterkandidaten der UWG, Armin Grassinger.

Im Rahmen der Berichte aus dem Stadtrat referierte Armin Grassinger über die Arbeit im Bauausschuss. Seit der letzten Jahreshauptversammlung der UWG fanden 11 Sitzungen des Bau- und Umweltausschusses statt. Etwa alle drei Wochen tagt der Ausschuss, was für den Bauzeitenplan bei eigenen städtischen Baumaßnahmen äußerst wichtig ist, um keine Verzögerungen durch Entscheidungen und Auftragsvergaben hervorzurufen. Momentan ist es bei der aktuellen Wirtschaftslage für das Bauamt und die Planer eine große Herausforderung, Baustellenabwicklungen fristgerecht zu organisieren. So wurden im vergangenen Jahr etwa 150 Auftragsvergaben durchgeführt. Insgesamt 55 Bauanträge wurden behandelt und über deren Realisierung abgestimmt.
Das tatsächliche Bauaufkommen war allerdings bedeutend höher, da alle Bauanträge, die den jeweiligen Bebauungsplan einhalten, im Freistellungsverfahren von der Verwaltung abgearbeitet werden und somit nicht auf der Tagesordnung des Bauausschusses aufgeführt werden müssen. Insgesamt wurden rund 300 Tagesordnungspunkte behandelt, durchschnittlich 30 pro Sitzung.
In diesem Zeitabschnitt konnten auch wieder einige Großprojekte ihrer Bestimmung übergeben werden. So zum Beispiel das Wohn- und Bürogebäude an der Bahnhofstraße und die Wohnanlage an der Reichenbergerstraße. Die Bürger wurden über die Bauvorhaben der Stadt umfassend im Schaukasten informiert. 

Der darauffolgende Bericht aus dem Finanzausschuss wurde von Manfred Jomrich vorgetragen. Er konnte auf die sehr gute finanzielle Position der Stadt Dingolfing verweisen. Aus diesem Grund war es möglich, wieder zahlreiche Projekte zu verwirklichen, die in den zurückliegenden Jahren vom Finanzausschuss bewilligt wurden. Besonders die hohen freiwilligen Leistungen der Stadt betonte er. Dies beginnt bei den äußerst günstigen Beiträgen für die Nutzung der Stadtbusse über die einzigartig preiswerten Beiträge für die Kinderbetreuungsstätten und natürlich für die vielseitig vorhandenen Freizeitmöglichkeiten die zu einem enorm preisgünstigen Betrag genutzt werden können. Natürlich schlägt auch das Vereinsförderprogramm mit einer enormen Summe durch. Diese Förderung der Sportvereine und auch von ehrenamtlicher Arbeit kommt der gesamten Bevölkerung zugute und unterstreicht die Würdigung der umfassenden, ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Bürgermeister Josef Pellkofer erwähnte in seinem Grußwort die langjährige erfolgreiche Arbeit der UWG unter der Leitung von Franz Bubenhofer und Herbert Kreißl. Diese beiden Personen sind seit der Gründung der UWG im Jahr 1989 untrennbar mit dem Begriff UWG verbunden und haben ihr Herzblut und ihre Vorstellungen in die Arbeit der Unabhängigen Wählervereinigung eingebracht. In diesem Jahr sollen auf Wunsch der beiden Gründungsmitglieder diese Aufgaben in andere Hände übergeben werden. Auch das Amt des Bürgermeisters soll von einer anderen Person ausgeübt werden. Mit Armin Grassinger konnte man einen erfahrenen, kompetenten Mann für dieses Amt ins Rennen schicken. Die Parallelen zu Bürgermeister Pellkofer beginnen bereits beim Lebensalter. Auch er sei für dieses Amt im Alter von 42 Jahren angetreten. Zwei Kinder und sein vorheriger Arbeitgeber, das Landratsamt in Dingolfing zeigen ebenfalls Parallelen auf. Lediglich das Arbeitsumfeld weist Unterschiede auf. Armin Grassinger stellte sich den zahlreich anwesenden Mitgliedern persönlich vor, erläuterte seinen beruflichen Werdegang und stellte seine derzeitige Tätigkeit beim Landratsamt im Bereich Hochbau vor.

Der Kassenbericht, vorgetragen von Kassier Rudi Lendle, lässt die UWG zuversichtlich in die Zukunft blicken. Charly Herrmann beantragte im Anschluss an den Revisionsberich, auf Grund der vorbildlichen Kassenführung, die Entlastung des Kassiers und der gesamten Vorstandschaft. Diese wurde von der Versammlung auch einstimmig erteilt und so konnte der Wahlleiter Bernd Mündl die Neuwahlen durchführen. Die Vorstandschaft hatte bereits gute Vorarbeit geleistet und so konnten die unterschiedlichen Positionen per Akklamation zügig gewählt werden.
Zur neuen ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung die Stadträtin Maria Huber, zu ihrem Stellvertreter wurde Herbert Kreißl jun. gewählt. Das Amt des Kassiers übt weiterhin Rudi Lendle aus. Erster Schriftführer wurde Sebastian Strohmaier. Er wird unterstützt von der Stellvertreterin Anita Nicklas. Beisitzer sind laut Satzung der UWG alle amtierenden Stadträte der UWG, Petra Fante, Josef Geislinger, Armin Grassinger, Manfred Jomrich und die gewählten Beisitzer Bürgermeister Josef Pellkofer, Nadja Bauer-Beutlhauser, Stadt- und Kreisrat Franz Bubenhofer, Matthias Jackisch, Stadtrat Hans Kerscher, Florian Kraus und Stadtrat Herbert Kreißl sen.

Nachdem alle gewählten die Wahl angenommen hatten bestand die erste Handlung der neuen 1. Vorsitzenden darin, den beiden ausgeschiedenen Vorsitzenden und der ausgeschiedenen Schriftführerin Maike Berchtold-Rettenbeck für die ehrenamtliche Arbeit für die UWG mit Präsenten zu danken. Sie hob dabei besonders die 30-jährige Tätigkeit von Franz Bubenhofer hervor, der seit Gründung der UWG der Vereinigung vorstand. Auch seiner Frau Uschi, die einen enormen Anteil an Aufgaben mit ihrem Mann übernommen hatte, dankte sie mit einem herrlichen Blumenstrauß. Ebenso bedankte sie sich bei Herbert Kreißl sen. und seiner Frau Anneliese für die bisherige Unterstützung der UWG. In ihrer kurzen Ansprache ging Maria Huber darauf ein, dass nur ein Miteinander eine Sache zum Erfolg führt. Dies habe auch das in diesem Jahr an einem anderen Veranstaltungsort, nämlich der ESC Halle, stattgefundenen UWG Fest bewiesen. Das Miteinander auch der Generationen ist ein Markenzeichen der UWG und diesen Zusammenhalt wünscht sie sich auch für die kommenden Aufgaben.

Nachdem die Mitglieder noch Wünsche und Fragen äußern konnten, die von der Vorstandschaft und Bürgermeister Josef Pellkofer umfassend beantwortet wurden, endete die Jahreshauptversammlung zu später Stunde nach einem gemütlichen Beisammensein.

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