Nominierungsversammlung

Die Unabhängige Wählergemeinschft - kurz UWG - geht zuversichtlich in den Wahlkampf.  Foto Forster
Die Unabhängige Wählergemeinschft - kurz UWG - geht zuversichtlich in den Wahlkampf. Foto Forster
Überwältigende Zustimmung für den Bürgermeisterkandidaten Armin Grassinger

af. Mit viel Rückenwind geht Bürgermeisterkandidat Armin Grassinger in das Rennen um die Nachfolge von Josef Pellkofer. Alle 71 Stimmberechtigten der UWG sprachen sich am Dienstagabend für den 42-jährigen aus. Die Liste wurde ebenfalls einstimmig abgesegnet. Generell strotzte die UWG an diesem Abend vor Selbstvertrauen.

"Wir haben die beste Liste und das beste Team", fasste die Vorsitzende der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), Maria Huber den Abend kurz nach 21 Uhr zusammen. Das war auch die Essenz des Abends, der genau nach den Wünschen der UWG verlaufen ist. Zum einen war das Interesse an der neuen Liste riesengroß; Ebenso die Zufriedenheit der Verantwortlichen über das, was letztendlich herausgekommen ist. Der ehemalige Vorsitzende und Zweite Bürgermeister Franz Bubenhofer stellte schon, bevor die Liste überhaupt präsentiert wurde, zufrieden fest: "Wir haben den Übergang nahtlos vollzogen. Es bereitet mir eine große Freude, wenn ich in die Runde schaue".

Zäsur bei der UWG

Was Bubenhofer damit meinte? Auch bei der UWG, die bereits seit 30 Jahren ein kommunalpolitisches Schwergewicht in Dingolfing ist, musste der Umbruch vollzogen werden. MIt Herbert Kreißl senior, Hans Kerscher und Bubenhofer verlassen drei Stimmengaranten den Stadtrat. Zudem verliert man mit Josef Pellkofer nicht nur den Ersten Bürgermeister, sondern auch den unumstrittenen Stimmenkönig der letzten Wahlen, der alleine mit seiner Popularität für bis zu zwei Sitze mehr im Plenum garantiert hatte. Der fließende Übergang stellte dennoch kein allzu großes Problem dar, denn mit Herbert Kreißl junior, Barbara Bubenhofer-Limmer, Josef Pellkofer junior und Barbara Baumgartner (geborene Pellkofer) bewirbt sich nun der Nachwuchs um ein politisches Amt bei der nächsten Kommunalwahl. Das Credo der Kinder war unisono dasselbe. Man lebe gerne in Dingolfing und man will "diese lebens- und liebenswerte Stadt" in die Zukunft führen.

Ehrgeizige Ziele

Im Mittelpunkt stand an diesem Abend freilich ein ganz anderer. Denn der Bürgermeisterkandidat Armin Grassinger stellte sich das erste Mal offiziell vor. Der 42-jährige skizzierte kurz und knapp sein Programm für den Wahlkampf. Er wolle eine energieautarke Stadt, in der soviel Strom produziert wird, wie man benötigt. Dingolfing solle Taktgeber in puncto Klimaschutz werden: "Eine Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs und der Ausbau des Radwegenetzes stehen ganz oben auf meiner Liste", so der Kandidat. Zudem sollen weiterhin neue Baugebiete ausgewiesen werden. So solle die enorme Nachfrage an Wohnraum und Wohnungen gedeckt werden. Auch die Verbesserung des kulturellen Lebens strebe er an. Er wolle ein breitgefächertes Kulturprogramm für die Bürger anbieten, "und zwar mit mehreren Events unterm Jahr", so Grassinger. Er wolle neue Impulse setzen und den erfolgreichen Weg fortführen. Für ihn stehe UWG für "Unser Weg gemeinsam" und demzufolge will er für alle Bürger da sein. Für seine Rede erhielt Grassinger viel Applaus. Und noch viel wichtiger: Eine 100-prozentige Zustimmung. Franz Bubenhofer strahlte und fügte hinzu: "Ich bin mir sicher, dass wir erneut den Bürgermeister der Stadt Dingolfing stellen werden."

Liste deutlich verjüngt

Das Gesamtbild der Liste Lässt sich kurz und knapp zusammenfassen: Frische Ideen gepaart mit viel Erfahrung oder Jung und Alt kämpfen gemeinsam für den Erfolg der UWG. "Unsere Kandidaten stehen voll im Leben und ich bin wirklich begeistert von der Liste", so Maria Huber. Das Durchschnittsalter liege bei 44 Jahren. Somit nur zwei Jahre älter als die CSU-Liste. Danach stellten sich alle Bewerber kurz vor. Und es waren auch einige Überraschungen vertreten. Zum Beispiel der Dritte Vorsitzende des FCD, Sebastian Strohmaier ("Ich will mich vor allem für die Integration von Flüchtlingen einsetzen") oder der Gstanzlsänger Franz Huber ("Ich hab einfach Lust, die UWG zu unterstützen) oder der Lehrer Werner Maier junior ("Ich will einen frischen Wind reinbringen"). Der Bürgermeisterkandidat Armin Grassinger zeigte sich stolz: "Es ist mir eine Ehre und es macht mich auch stolz, diese Liste anführen zu dürfen. Der Teamgeist und auch die Dynamik sind groß." Keine Überraschung: Die Liste wurde von den Mitgliedern der UWG einstimmig abgesegnet.

Die Kandidaten auf einen Blick

Armin Grassinger, Maria Huber, Petra Fante, Manfred Jomrich, Josef Geislinger, Herbert Kreißl junior, Josef Pellkofer junior, Stefan Bucek, Sebastian Strohmaier, Barbara Baumgartner, Florian Kraus, Manfred Deutz, Franz Xaver Wasserburger junior, Anita Nicklas, Matthias Jakisch, Markus Maier, Werner Maier junior, Barbara Bubenhofer-Limmer, Franz Huber, Dr. Nabil Ghali, Johann Comoretto junior, Markus Schwab, Karl Brei und Franz Schicker. Ersatzkandidaten: Tobias König und Karl-Heinz Herrmann.

 

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